Bild vom Kind

Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist unsere Grundeinstellung im Bezug auf Kinder. Hier haben wir alle wichtigen Punkte zusammengetragen, die uns Orientierung geben in unserem täglichen Planen und Handeln für und mit den uns anvertrauten Kindern.

 

Kindern soll Respekt entgegengebracht werden

  • Kinder haben das Recht auf Würde und Wertschätzung.
  • Kinder sind von Geburt an vollwertige Menschen.
  • "Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entfacht werden sollen."
  • Kindheit ist eine eigenständige Phase und kein Durchgangsstadium.

 

Kinder sind individuelle Perönlichkeiten

  • Unterschiedliche Charaktere und Lebensumstände müssen immer wieder berücksichtigt werden.
  • Kinder sollen ganzheitlich gesehen werden. Geist, Leib und Seele bilden eine Einheit – einmalig und unverwechselbar.

 

 "Es gibt nichts Ungerechteres

  als die gleiche Behandlung von Ungleichen."
 

(P. F. Brandwein amerik. Psychologe 1912–1994)

 

Kinder sind Sozialwesen

  • Kinder haben das Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (KJHG §1.1).
  • Kinder sind selber Akteure ihrer Entwicklung.
  • Kinder sind soziale Wesen und auf menschliche Kontakte angewiesen.

 

Kinder wollen alles zu Erlernende ganzheitlich erproben und ausprobieren

  • Kinder lernen über ihre Sinne.
  • Kinder sind empfindsamer für Sinneswahrnehmungen, Stimmungn und Gefühle (Töne, Farben, Geräusche usw.).
  • Kinder sind Forscher und Entdecker.
  • Kinder möchten Fähigkeiten erweitern und zum Ausdruck bringen.
  • Kinder können ihre Bedürfnisse selber erkennen, ausdrücken und entwickeln (so geringe Fremdbestimmung wie möglich).

 

Kinder wollen in ihrer jeweiligen Befindlichkeit wahrgenommen werden. Sie empfinden anders als Erwachsene und drücken Bedürfnisse anders aus

  • Kinder haben ein anderes Zeitgefühl (geben sich Dingen hin, ohne an die Zeit zu denken).
  • Bei Kindern sind körperliche, seelische, emotionale und kognitive Vorgänge noch verschmolzen und wenig differenziert.
  • Kinder können sich auf vielfältige Art und Weise ausdrücken (100 Sprachen).
  • Kinder benötigen menschliche Zuwendung, Liebe, soziale Einbindung, Bildung, Erziehung, Anerkennung, Einfluss in einem gewissen Rahmen (s. Partizipation), Raum und Zeit, Essen, Trinken, Wärme und Luft.

 

Kinder suchen Orientierung

  • Kinder haben das Recht auf pädagogische Begleitung (Beobachter, Diagnostiker, Förderer).
  • Kinder brauchen Grenzen und Lernziele.

 

Kinder brauchen Neutralität

  • Kinder haben das Recht, mit ihrer jeweiligen Herkunft respektiert zu werden
  • Kinder sind im Gegensatz zu Erwachsenen offen und unspezialisiert.

 

Kinder benötigen Optimismus

  • Kinder besitzen große Potenziale; sie müssen optimistisch gesehen werden.
  • Kinder dürfen nicht überbeschützt und in der Entwicklung eingeschränkt oder gehemmt werden.
  • Kinder brauchen Vertrauen in ihre Fähigkeiten.
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