Pädagogische Grundhaltung

Welche Ziele verfolgen wir mit unserer pädagogischen Arbeit?

Der Gesetzgeber hat die Ziele und Aufgaben der Kindertagesstätten im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) von 2008 festgelegt. Sie lauten wie folgt:

  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Beratung und Information der Erziehungsberechtigten
  • Förderung der schöpferischen Kräfte jedes Kindes
  • Berücksichtigung der individuellen Neigungen und Begabungen
  • Hilfe zur größtmöglichen Selbständigkeit und Eigenaktivität
  • Anregung und Stärkung der Lernfreude
  • Vermittlung elementarer Kenntnisse der Umwelt durch ein breites Angebot von Erfahrungsmöglichkeiten
  • Förderung der körperlichen Entwicklung
  • Vermittlung von Grundwissen über ihren Körper
  • Möglichkeit geben, seine eigene soziale Rolle in der Gruppe und die Bedeutung für die Gruppe zu erfahren
  • Möglichkeit geben, ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander zu erfahren und zu erlernen. Dies gilt auch für das Miteinander von Jungen und Mädchen.
  • Beitrag zum Verständnis gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen
  • Förderung von Toleranz

 

Auch die „Leitlinien für die städtischen Kindertagesstätten“ des Jugendamtes der Stadt Erftstadt legen nochmals gezielt fest, welche Basiskompetenzen bei den Kindern in diesem Alter zu fördern sind und über welche inhaltlichen Förderschwerpunkte die Stärkung dieser Kompetenzen zu realisieren ist.

Unsere pädagogischen Zielsetzungen basieren auf dem Verständnis, dass die Kita weder Elternhaus noch Familie ersetzen kann. Sie ist vielmehr ein Ort „freiwilliger, familienergänzender“ Erziehung. Wir nehmen vorhandene Erfahrungen des Kindes auf und geben ihm Gelegenheit, neue Erfahrungen mit sich selbst, mit Kindern aus unterschiedlichem sozialem Milieu, mit fremden Erwachsenen sowie den verschiedensten Gegenständen und Inhalten zu machen.

Der Ansatz für unsere Arbeit liegt beim Kind selbst. Sein Lebensraum, seine Umwelt im näheren und weiteren Sinn, seine Vorerfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, seine Bedürfnisse und der Entwicklungsstand bestimmen die Auswahl und den Einsatz unserer Bildungsangebote.

Unsere Kinder sollen das Rüstzeug erwerben, das sie zur Bewältigung ihres gegenwärtigen und zukünftigen Lebens benötigen!

Die Erreichung der o.g. Grundziele streben wir an durch tägliche  kleine Angebote während des Freispiels und durch über das gesamte Jahr verteilte Projekte, die mit den Kindern gemeinsam geplant und durchgeführt werden.

Wir arbeiten im „teiloffenen System“. Dies bedeutet, dass die Kinder zwar ihre Stammgruppe haben, Ihnen allerdings die Möglichkeit offen steht, auch die anderen Räume nach vorher festgelegten Absprachen und Regeln zu besuchen. Außerdem bietet diese Form unserer Arbeit den Kindern viel eher die Möglichkeit, Spielpartner aus der anderen Gruppe zu finden, alle Erzieherinnen kennen zu lernen und das ganze Haus für sich zu erobern. Es gibt keine Taburäume für unsere Kinder.

Aus einer Vielzahl pädagogischer Richtungen haben wir uns nach ausführlichem Studium von Fachliteratur und vielen Diskussionen unter uns Erzieherinnen zu einer  Pädagogik entschlossen, die wir aus den verschiedenen Richtungen für uns passend zusammengestellt haben, weil wir feststellen mussten, dass jeder pädagogische Ansatz sein Für und Wider hat. Die naheliegendste Bezeichnung ist „Situationsorientiertes Arbeiten nach dem lebensbezogenen Ansatz“, eine Pädagogik, die das Leben des Kindes ganzheitlich betrachtet.

An oberster Stelle steht bei uns, dass Ihr Kind sich geborgen und wohl  fühlt. Denn nur dann kann eine ganzheitliche Entwicklung Ihres Kindes stattfinden, nur dann kann ein Kind all das mit Freude  aufnehmen, was wir ihm zur Förderung seiner verschiedenen Kompetenzbereiche (s. Bildungsvereinbarung NRW) bieten.

 

Inwieweit informieren wir die Eltern über unsere pädagogische Arbeit?

An den jeweiligen Gruppentüren finden Sie ständig aktuelle Informationen zum Kindergartenalltag. Auch die pädagogischen Inhalte werden dort dargestellt. Außerdem finden Sie im Eingangsbereich eine Magnettafel mit Infos über aktuelle Angebote und einen digitalen Bilderrahmen mit Bildern Ihrer Kinder bei den jeweiligen Tätigkeiten.

Pro Jahr haben wir ein oder zwei große übergreifende Themen bzw. Projekte, die wir mit den Kindern „bearbeiten“. Diese werden in den verschiedenen Bereichen Geschichten, Bilderbücher, Sachwissen, Bewegung, Lieder, Backen, Wahrnehmung, Spiele, Bastelaktionen usw. erlebt. In diesen Projekten haben wir Raum dafür, alle Bildungs- und Kompetenzbereiche einzubauen, die der Entwicklung der Kinder förderlich sind. Vor Beginn eines Projektes erhalten die Eltern grundsätzliche Informationen über das jeweilige Thema mitsamt Erläuterungen der pädagogischen Hintergründen.

Wir haben uns für nur ein oder zwei Themen entschieden, damit wir zwischendurch genügend Zeit haben, weitere Themen situativ aufzugreifen und jahreszeitlich bedingte Themen, die für die Kinder von großer Bedeutung sind, wahrnehmen zu können.

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